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Akute Gefahr für das Gehirn

 

Meist tritt ein Schlaganfall (Insult) auf, wenn ein Teil des Gehirns nicht mehr ausreichend oder gar nicht mehr durchblutet wird.

Das passiert durch den Verschluss einer Hirnarterie (Ischämischer Infarkt), der durch ein Blutgerinnsel ausgelöst wurde.

 

Das Gerinnsel wird entweder angeschwemmt (Embolie, häufig) oder es entsteht direkt im Gehirn (Thrombose, selten).

Seltener ist eine Blutung innerhalb des Gehirns die Ursache, z.B. durch das Platzen einer Arterie (Hämorrhagischer Infarkt).

Die Schaltzentrale des Körpers

 

Mit dem Gehirn steuern wir all unsere Aktivitäten, sein Ausfall kann zu beträchtlichen Störungen oder sogar zum Tod führen!

Jede Minute zählt

 

Bei Anzeichen eines Schlaganfalles ist sofortiges Handeln äußerst wichtig.

In den ersten 4 Stunden kann ein Gerinnsel mit speziellen Medikamenten  wirksam aufgelöst werden (intravenöse Thrombolyse). Ein rasches Erkennen und Handeln ermöglichen die Rettung von Hirngewebe und können schwere, bleibende Schäden verhindern.

Die Folgen

 

Durch einen Gefäßverschluss wird das empfindliche Hirngewebe nicht mehr richtig durchblutet, die Versorgung mit lebenswichtigem Sauerstoff wird unzureichend. Dadurch können die Nervenzellen nicht mehr richtig arbeiten und sterben rasch ab, auch das umliegende Gewebe wird geschädigt.

 

Etwa 55% der Betroffenen weisen eine bleibende Behinderung auf. Die daraus resultierende Pflegebedürftigkeit schließt das familiäre Umfeld der Betroffenen mit ein.

Wen trifft ein Schlaganfall

 

Häufig sind ältere Personen betroffen.

Jeder fünfte ist jedoch deutlich jünger und steht meist noch im Berufsleben.

 

Durch eine ungesunde Lebensweise sind auch immer öfter jüngere Menschen betroffen.

Daten und Fakten

Der Schlaganfall gilt in Österreich und in vielen anderen Ländern als eine der häufigsten Todesursachen und ist zudem die häufigste Ursache für schwere Behinderungen Erwachsener.

  • 23.000 Betroffene müssen jährlich aufgrund eines Schlaganfalls stationär versorgt werden
  • 2014 wurden 12.567 Menschen aufgrund eines Schlaganfalls auf Stroke Units behandelt,
    davon waren 578 unter 45 und 1.622 Menschen unter 55 Jahre alt
  • Bei der Behandlung von 4 Patienten kann mindestens 1 Person davon vor
    einer Behinderung bewahrt werden
  • 61,8% der Verzögerungsgründe für die Spitalsaufnahme ist immer noch die abwartende Haltung der Betroffenen oder Angehörigen
  • 12% der Verzögerungen entstehen durch sogenannte Sekundärtransporte, also wenn der Patient zunächst in ein nicht geeignetes Krankenhaus gebracht wird

Eine aktuelle Umfrage hat gezeigt:

  • 28% der Befragten haben die klassischen Symptome für einen Schlaganfall nicht erkannt
  • 1/3 weiß nicht, wie man bei einem Schlaganfall Erste-Hilfe leisten kann
  • Bei über 65% der Generation 50+ ist der letzte Erste-Hilfe Kurs 10 Jahre oder länger her
  • 92% sagt der Begriff FAST in Zusammenhang mit einem Schlaganfall nichts
  • 84% kennen den Begriff "Stroke Unit" nicht
  • 48% der Befragten denken, dass ein Schlaganfall hauptsächlich Menschen über 70 Jahre trifft
  • 85% der Patienten erleiden einen ischämischen Infarkt (Verschluss einer Hirnarterie)

Risikofaktoren

Ursachen eines Schlaganfalls

 

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:

Ein hoher Blutdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen (erhöhte Cholesterinwerte), Diabetes, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, Übergewicht, übermäßiger Stress sowie bestimmte Herzerkrankungen.

Hoher Blutdruck

 

Bluthochdruck (Hypertonie) ist einer der wesentlichsten Risikofaktoren für Schlaganfälle. Durch eine wirksame Blutdrucksenkung kann das Risiko um

etwa 40% gesenkt werden. Daher sind regelmäßige Blutdruckkontrollen sowie die konsequente Einnahme der vom Arzt verordneten Medikamente sehr wichtig.

Fettstoffwechselstörung

 

Unsere Ernährung wirkt sich stark auf die Konzentration der Blutfette aus, zu den wichtigsten gehören Triglyceride und Cholesterin. Vor allem das "schädliche" LDL-Cholesterin führt oft zu Gefäßablagerungen und Verstopfungen. Das "gute" HDL-Cholesterin wirkt dem entgegen und schützt die Gefäße.

Rauchen

 

Das Rauchen von Zigaretten und/oder Zigarren führt zu Ablagerungen und dadurch zur Verengung der Blutgefäße. Auch das "gute" HDL-Cholesterin wird dadurch vermindert, daher erleiden Raucher mindestens doppelt so oft wie Nichtraucher einen Schlaganfall. Das Risiko sinkt erheblich, wenn das Rauchen eingestellt wird.

Übergewicht und Bewegungsmangel

 

Übergewicht führt sehr häufig zu Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes.

 

Dadurch wird das Risiko begünstigt, einen Schlaganfall zu erleiden.

Daher ist es wichtig, auf Gewicht sowie ausreichend Bewegung zu achten.

Diabetes

 

Durch Diabetes (umgangssprachlich "Zuckerkrankheit") erhöht sich das Risiko eines Schlaganfalls um das vier- bis sechsfache. Regelmäßige Blutzuckerkontrollen, die Einnahme der verordneten Medikamente sowie die Einhaltung der Diät sind daher wichtig.

Arterienthrombose

 

Diese Erkrankung beginnt mit einer Verfettung, Verdickung sowie Verhärtung der Arterienwände. Durch körpereigene Prozesse werden diese Gefäßwände immer dicker und starrer ("Verkalkung").

 

Diese Ablagerungen nennt man Plaques, sie führen zu einer fortschreitenden Verengung der Gefäße. Platzen solche Plaques, bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus)  und kann einen Gefäßverschluss verursachen. Am häufigsten sind davon die großen Arterien wie die Halsschlagadern betroffen, aber auch die Beinarterien oder Herzkranzgefäße.

 

Dadurch kommt es zu Schmerzen in den Beinen beim gehen oder sogar zum Schlaganfall oder Herzinfarkt. Eine Ultraschall-Untersuchung schafft Klarheit.

Quelle: OOEGKK

Warnsignale

Die Warnsignale eines Schlaganfalls sind plötzlich auftretende:

  • Halbseitige Schwäche oder Lähmung an Gesicht, Arm, Bein
  • Halbseitige Gefühlsstörung: z.B. Taubheitsgefühl der gesamten Körperhälfte
  • Sprachstörung: Schwierigkeiten zu sprechen oder auch Gesagtes zu verstehen
  • Sehstörungen: Teilweiser Ausfall des Gesichtsfeldes bis zur vollständigen Erblindung (meist an einem Auge), plötzliches Doppelt-Sehen
  • Heftiger Kopfschmerz, Nackensteife

Manchmal dauern die Beschwerden nur einige Minuten an und verschwinden dann wieder gänzlich.

 

Diese Warnsignale müssen in jedem Fall ernst genommen werden und gehören unter allen Umständen ärztlich abgeklärt, selbst wenn sie nur kurz aufgetreten sind.

Diese kurzzeitigen Symptome können ein Vorzeichen für einen schwerwiegenden Schlaganfall sein.

Das kann jedoch durch rechtzeitige medikamentöse bzw. eventuell operative Behandlung und nötigenfalls eine Änderung des Lebensstils in den meisten Fällen vermieden werden.

Daher: Nehmen Sie die Anzeichen ernst!

Halbseitige Schwäche oder Lähmung an Gesicht, Arm, Bein

Halbseitiges Taubheitsgefühl

Sprach-  und Sprechstörungen

Sehstörungen: Doppelt sehen

Schlagartig auftretender extrem heftiger Kopfschmerz

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Ein Schlaganfall ist immer ein Notfall!

 

  • Notieren Sie den zeitlichen Beginn der Beschwerden (Uhrzeit)
  • Beruhigen Sie den Betroffenen, sprechen Sie ruhig mit ihm
  • Öffnen Sie beengende Kleidungsstücke
  • Sorgen Sie für Frischluftzufuhr
  • Oberkörper leicht hoch lagern — ca. 30 Grad
  • Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage auf die gelähmte Seite
  • Atemwege freihalten
  • Kontrollieren Sie laufend Atmung und Puls
  • Nummer für Rückfragen (durch den/die KH Arzt/in) angeben, nach Möglichkeit: Liste der Medikamente und ev. letzte Arztbriefe mitgeben

Stroke Units

 

Eine Stroke Unit ist eine spezielle Organisationseinheit innerhalb eines Krankenhauses zur Erstbehandlung von Schlag-anfallbetroffenen. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt
Schlag(anfall)station.

 

Österreich befindet sich bei der Schlaganfall-Akutversorgung im internationalen Spitzenfeld. Mittlerweile garantieren 38 Stroke-Units eine flächen-deckende, optimale Akutbehandlung der Betroffenen.

Notieren Sie sich den zeitlichen Beginn der Beschwerden.

 

Rufen Sie so rasch wie möglich den Rettungsdienst unter der

Notrufnummer 144.

 

Jede Minute zählt!

Lagern Sie den Oberkörper der Person ca. 30 Grad hoch.

 

Sie können einen umgedrehten Stuhl als Lehne verwenden, dies entspricht

ca. 30 Grad. Achten Sie darauf, dass der Kopf gerade aufliegt.

 

Lassen Sie die Person nicht alleine.

Bei Bewusstlosigkeit bringen Sie die Person in die Stabile Seitenlage.

 

Wichtig dabei ist, dass die Person auf der gelähmten Seite liegt.

 

Überprüfen Sie regelmäßig Atmung und Puls.

Vorbeugen

Was Sie tun können

 

  • Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck
  • Wenn dieser regelmäßig zu hoch ist, konsultieren Sie Ihren Arzt
  • Verzichten Sie auf Nikotin- und Alkoholkonsum
  • Essen Sie salz- und fettarm
  • Halten Sie Diät, wenn nötig. Eine ausgewogene Ernährung reicht meistens aus
  • Achten Sie auf Ihr Körpergewicht
  • Bewegung: 2-3 mal die Woche je eine Stunde
  • Nehmen Sie verordnete Medikamente konsequent ein
  • Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung
  • Vermeiden bzw. reduzieren Sie übermäßigen Stress

Damit auch Laien schnell den Ernst der Lage erkennen und entsprechend reagieren, haben US-amerikanische Ärzte ein Konzept zur schnellen Erkennung entwickelt. Dieses ersetzt zwar in keinster Weise den Arzt, versetzt Laien aber in die Lage, innerhalb kürzester Zeit einen Schlaganfall mit hoher Sicherheit zu erkennen.

Face

Arms

Speech

Time

  • Normal - beide Gesichtshälften bewegen sich z.B. beim Lächeln gleichmäßig

  • Anormal - eine Gesichtshälfte lässt sich schlechter bewegen als die andere oder gar nicht, "hängt nach unten"
  • Normal - beide Arme lassen sich in gleicher Weise von der Person bewusst steuern

  • Anormal - ein Arm lässt sich nicht heben oder sinkt im Vergleich zum anderen nach unten, ist schwächer;
    ein Bein gibt nach
  • Normal - die Person versteht das Gesagte, verwendet die richtigen Wörter und spricht deutlich

  • Anormal - die Person spricht undeutlich, verwendet die falschen Wörter, kann nicht sprechen oder versteht nichts mehr

Jede Minute zählt! Während der ersten Stunden des Schlaganfalls schreitet der Schaden aufgrund einer mangelnden Blutversorgung bei einer verschlossenen Arterie immer weiter voran, nur durch professionelle Hilfe lässt sich die fortschreitende Störung aufhalten

Betroffene erzählen

Wolfgang E.

Friedrich und Irene A.

Christine H.

Astrid Z.

„ „ „ „

Ein Hauptproblem beim Schlaganfall ist, dass die Patienten die Symptome verharmlosen, sich wieder niederlegen und glauben, danach ist alles gut. Es ist wichtig, dass man schon bei geringfügigen Anzeichen wie Übelkeit und Schwindel aufmerksam wird und die Symptome nicht verniedlicht.

 

 

In Wahrheit ist der Schlaganfall meist eine viel größere Katastrophe als der Herzinfarkt, auch oder gerade für die Angehörigen. Es fehlt eine zentrale Anlaufstelle für Schlaganfallopfer. Da die meisten Betroffenen und Angehörigen nach der Entlassung nicht wissen, wohin und an wen sie sich wenden sollen, war es notwendig, eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

„

Irene: Mein Schlaganfall hat unser Leben drastisch verändert. Am Anfang hält man das gar nicht aus. Ich musste erst wieder lernen, Hilfe anzunehmen und unter die Leute zu gehen.

 

 

Friedrich: Es war für uns beide eine sehr schwere Zeit und eine große seelische Belastung. Ich kann mich an das Glücksgefühl erinnern, als sie das erste Mal wieder ihren Finger bewegt hat. Man darf nicht aufgeben, muss immer positiv denken. Es wird besser.

 

 

Irene: Es stellte sich heraus, dass ich einen Schlaganfall mit einer akuten Hirnblutung hatte. In der Intensivstation sagte man mir: Wir sind für Sie da. Fünf Wörter, die ich nie vergessen werde.

„

Plötzlich wurde ich von heftigen Kopfschmerzen befallen und hatte das Gefühl, dass mich jemand pausenlos an den Haaren emporzieht. Einige Zeit später erfolgte ein heftiges und unkontrollierbares Erbrechen. Am nächsten Tag unterrichtete ich wieder ohne körperliche Einschränkungen zu verspüren. Eine Woche später wurde ich am Nachmittag in der Schule bewusstlos. Ein Schüler informierte die Erzieherin, die dann die Rettung verständigte. Als ich wieder das Bewusstsein erlangte, dachte ich mir: "Es ist doch nichts passiert, es ist alles nur ein Traum.“ Nach einer kurzen Begutachtung im Spital wurde ich trotz Übelkeit entlassen. Die endgültige Diagnose erfuhr ich zwei Tage später im AKH.

 

 

Nur dem raschen Handeln des Neurologen Prof. Dr. K. Zeiler, der die entsprechenden Untersuchungen sofort veranlasst hat, und der präzisen Arbeit des Neurochirurgen

Prof. Dr. Bavinzski habe ich die Wiedererlangung meiner Gesundheit zu verdanken. Diese Krankheit ist mittlerweile ein Teil von mir und ich möchte anderen Mut machen und sie über Vorbeugung und Verlauf aufklären. Man darf nicht aufgeben und muss an sich und seine eigenen Stärken glauben.

 

 

Mein Mantra: Ich will, ich kann, ich muss.

Ich bin aufgewacht und fühlte, irgendetwas war anders, und dann der Befund: Schlaganfall.

Ich dachte, das ist mein letzter Film, ich bin doch erst 38!

 

 

Im Zweifelsfall lieber einmal zu oft die Rettung rufen, als ein Leben lang an den Folgen

zu tragen haben!

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„

Mein Mann hatte eine sehr unruhige Nacht und wachte mit eiskaltem Schweiß am ganzen Körper auf. Als er aufstehen wollte, ist er zusammengebrochen und hatte einen Tunnelblick. Den Sanitätern war gleich klar, dass er einen Schlaganfall hatte.

 

 

Wir sind seit 47 Jahren verheiratet, wir waren immer aktiv und viel auf Reisen, jetzt müssen wir alles neu lernen. Wir spielen "Mensch ärgere dich nicht" und machen regelmäßig Gymnastik.

Es kann sich kein Mensch vorstellen, wie sehr ein Schlaganfall das Leben verändert, früher waren wir wochenlang im Wohnwagen unterwegs, mein Mann war der beste Reiseleiter. Und dann dieser Schock.

 

 

Es bräuchte eine zentrale Anlaufstelle für Schlaganfallbetroffene und Angehörige. Es stürzen so viele Fragen auf einen ein, es zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Nach einem Schlaganfall zählen die kleinen Erfolge: Wieder schlucken oder die Hand bewegen können. Für Angehörige ist es eine enorme Belastung, aber man muss auch auf sich selbst aufpassen, sonst kann man seinem Partner auch nicht helfen.

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Christine und Klaus R.

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Fragen und Antworten

Hinweis: Zum Lesen der Antwort auf die jeweilige Frage klicken.

  • Wie kommt es zu einem Schlaganfall?

    Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn. Meist tritt eine Einengung oder ein Verschluss einer Hirnarterie auf. Dieser Verschluss wird durch ein Blutgerinnsel (Thrombus, Embolus) verursacht. Das Gerinnsel entsteht entweder direkt im Gehirn  oder wird eingeschwemmt (aus der Halsarterie oder dem Herzen).

     

    Eine seltenere Ursache des Schlaganfalls (ca. 20 Prozent der Fälle) ist die Hirnblutung. Hier platzt eine Arterie, z.B. weil sie durch hohen Blutdruck vorgeschädigt ist.

  • Welche Anzeichen gibt es?

    • Halbseitige Schwäche (Lähmung) an Gesicht, Arm, Bein
    • Halbseitige Gefühlsstörung: z.B. Taubheitsgefühl der gesamten Körperhälfte
    • Sprachstörung: Schwierigkeiten zu sprechen oder auch Gesagtes zu verstehen
    • Sehstörungen: Teilweiser Ausfall des Gesichtsfeldes bis zur vollständigen Erblindung (meist an einem Auge), plötzliches doppelt Sehen
    • Schlagartig auftretender, heftiger Kopfschmerz
  • Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

    Mit dem sogenannten FAST-Prinzip. FAST steht für Face, Arms, Speech, Time (Gesicht, Arme, Sprache, Zeit).

     

    Nach dem FAST-Prinzip sollte der Angehörige den Betroffenen bitten zu lächeln. Verzieht sich das Gesicht nur einseitig aufgrund einer Lähmung, ist dies ein Anzeichen.

     

    Anschließend soll die Person beide Arme heben, wobei die Handflächen nach oben zeigen. Hat die Person einen Schlaganfall erlitten, ist sie hierzu für gewöhnlich nicht in der Lage, sie kann den betroffenen Arm schlechter oder gar nicht bewegen.

     

    Danach spricht der Angehörige einen einfachen Satz vor, den die betreffende Person nachsprechen soll. Kann der Betroffene den Satz nicht korrekt nachsprechen, so dass die Sprache verwaschen klingt, undeutlich oder vollkommen unverständlich ist, handelt es sich hierbei ebenfalls um ein deutliches Anzeichen eines Schlaganfalls.

    Auch wenn der Betroffene das Gesagte nicht versteht ist das ein deutliches Signal.

  • Risikofaktoren

    • Hoher Blutdruck
    • Diabetes
    • Fettstoffwechselstörungen
    • Rauchen
    • Übergewicht und Bewegungsmangel
    • Arterienthrombose
  • Gibt es Präventionsmaßnahmen?

    Mit einer gesunden Ernährung, Nikotinverzicht und Alkoholkonsum in Maßen kann man in diesem Zusammenhang schon einiges bewirken und einem Schlaganfall vorbeugen.

     

    Wer unter Bluthochdruck oder einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leidet bzw. die Risikofaktoren (Rauchen, Übergewicht, Diabetes) aufweist, sollte sich zudem in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst zu verhindern, dass es in Folge dessen zu einem Schlaganfall kommt.

  • Welche Folgen hat ein Schlaganfall?

    Viele Schlaganfall-Betroffene tragen bleibende Schäden davon und müssen daher nach ihrem Schlaganfall mit teilweise schwerwiegenden Behinderungen wie z.B. einer halbseitigen Lähmung leben.

     

    Häufig ist eine vollständige Regeneration aufgrund der Lokalisation und Schwere des Schlaganfalls nicht mehr möglich. Viele Betroffene leiden auch dauerhaft unter Sehstörungen, Gedächtnisstörungen und einer mehr oder weniger ausgeprägten Konzentrationsschwäche.

  • Was wird bei einem Schlaganfall medizinisch unternommen?

    Die Zeit spielt hier einen entscheidenden Faktor!  Ist es ein unblutiger Infarkt, also ein Verschluss einer Hirnarterie, wird ein Versuch unternommen, diese Stauung in der Arterie aufzulösen.

     

    Dazu gibt man hochwirksame Medikamente zur Thrombolyse (Auflösung eines Gerinnsels) in die Vene. Ist dies nicht erfolgreich, kann in einem weiteren Versuch mit einem Katheter nochmal eine Auflösung unter CT-Kontrolle direkt vor Ort durchgeführt werden. Auch hier drängt die Zeit, "time is brain".

  • Rehabilitation

    Wenn die akute Therapie des Schlaganfalls abgeschlossen ist, geht es somit um die Rehabilitation danach.

     

    Die betroffenen Personen sind zu diesem Zeitpunkt oftmals mehr oder weniger schwer behindert, oft gelähmt, können nicht mehr sprechen oder haben andere Beschwerden zurückbehalten.

     

    Durch verschiedene Rehabilitations-Maßnahmen kann der Gesundheitszustand sowie die Selbstständigkeit der Betroffenen in der Regel deutlich gebessert werden.

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